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Fest der Kreuzerhöhung

Der September steht bei uns in Heiligenkreuz immer unter dem Zeichen des Kreuzes. Das Fest Kreuzerhöhung ist das Patrozinium unseres Klosters und unserer Pfarre. Wir haben unseren Namen vom heiligen Kreuz.

Unser zum Vater im Himmel heimgegangener Mitbruder P. Raynald hat täglich die Freude an Gott besungen: Die Freude an Gott, Halleluja, ist unsere Kraft, Halleluja. Die tiefe Freude kam bei ihm aus seiner tiefen Verbundenheit mit dem Kreuz. Er konnte deshalb so froh sein, weil er das Kreuz angeschaut und angenommen hat.

Wir beten Dich an Herr Jesus Christus und preisen Dich. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Keiner von uns kann dem Leid entfliehen. Das tiefe Geheimnis unseres Glaubens, liegt in der Annahme des Kreuzes. Durch das Kreuz werden wir aber nicht niedergedrückt, sondern über uns selbst erhoben und bekommen eine Ahnung von der Erlösung. Im Lied singen wir: „Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit.“

Es liegt mir fern, das Leid und die Not so vieler Menschen schön zu reden. es gibt immer in dieser Welt unfassbares Leid. Darum ist es unsere Auftrag als Christen, das Leid zu lindern, da, wo wir es können. Immer wieder sollen wir aber auch Zeugen der Hoffnung sein, Zeugen dafür, dass alles Leid in Christus überwunden ist, dass es ein Ende des Leides und die Auferstehung der Toten gibt, dass es eine ewige Freude gibt. Das Kreuz ist unsere einzige Hoffnung, es ist uns Trost und Freude zugleich.

Nach einem Jahr als Pfarrprovisor in Heiligenkreuz danke ich allen von Herzen, die geholfen haben, dass alles so unkompliziert weiter geht. Viele durfte ich kennen lernen und in guten Begegnungen und Gesprächen die Freuden und die Leiden teilen. Viele helfen mit, auch im Verborgenen. „Nur danken kann ich, mehr doch nicht.“ Beten wir weiter miteinander und füreinander, dass wir das Ziel unseres Lebens im Herzen behalten.

Verbunden mit allen in Christus,
Ihr P. Simeon