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“Gib uns deinen Frieden”

„Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott zu unseren Zeiten.“ So heißt es in einem alten Kirchenlied aus dem Dreißigjährigen Krieg. Jede heilige Messe endet mit dem Ruf: „Gehet hin in Frieden!“ – „Dank sei Gott, dem Herrn!“

Nun erleben wir in den letzten Monaten ein furchtbares, kriegerisches Treiben in vielen Teilen der Welt. Es ist kein Friede auf Erden. Wir würden vielleicht gerne helfen, aber was können wir schon ändern. Die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Verhältnisse entziehen sich doch vollkommen dem Einfluss des Einzelnen. Es entsteht eine große Resignation und Gleichgültigkeit. Können wir wirklich nichts tun?

Ich glaube, dass es wenigstens drei Punkte gibt, die jeder Christ und alle Menschen guten Willens nie unterlassen sollten:

1. Das Gebet zu Gott und die Hoffnung, dass die Menschen sich zu IHM bekehren.
HERR gib Frieden in der Welt und ein Ende der Kriege!
HERR tröste alle Menschen, besonders die, die unter den unvorstellbaren Qualen des Krieges leiden!
HERR schenk den großen Kriegstreibern und Waffenhändlern in der Welt die Gnade der Umkehr, der Bekehrung!

2. Den Frieden in der eigenen Seele suchen und im Umgang mit meinem Nächsten halten.
HERR schenke mir DEINEN Frieden und öffne meine Seele immer mehr für die Ewigkeit!
HERR mach mich zu einem Werkzeug DEINES Friedens!
HERR gib mir den Mut, den Frieden dahin zu bringen, wo Streit und Zwietracht herrschen!

 3. Die Gabe an den, der meine Unterstützung braucht.
HERR schenke mir echtes Mitleid mit den Leidenden!
HERR lehre mich, DICH in jedem Leidenden zu erkennen!
HERR nimm mir meinen Geiz und schenke mir ein großzügiges Herz, eine gebende und helfende Hand!

Wir alle tragen die Sehnsucht nach Frieden im Herzen. Die Sehnsucht wird gestillt, wenn wir den Frieden schaffen und erhalten. Im Letzten ist der Friede die Erfüllung in der Ewigkeit. Immer wieder beten wir für unsere lieben Verstorben: HERR lass sie ruhen in Frieden! Es ist der ewige Friede, der von Gott kommt und der zu Gott führt. Von diesem Frieden bekommen wir hier auf Erden eine Ahnung, wenn wir Menschen des Friedens werden.

Jeder von uns kann mit seiner kleinen Kraft suchen, was den Frieden schafft. Jeder von uns kann täglich, ganz konkret den Frieden in dieser Welt schaffen. Wir sind nicht zur Hoffnungslosigkeit verurteilt, sondern wir dürfen einer großen Verheißung folgen. Bestärken wir uns einander in unserer Hoffnung auf den Frieden in der Welt und in der Ewigkeit.

P. Simeon